Körperpsychotherapie

Die in unserem Haus eingesetzte Form der Körperpsychotherapie wurde von Prof. Volkmar Glaser („Psychotonik“) entwickelt, ist naturwissenschaftlich fundiert und ergänzt hervorragend den verhaltenstherapeutischen Gesamtansatz.

Warum ist eine solche Ergänzung der Verhaltenstherapie sinnvoll?

Für viele psychosomatische Symptombilder gilt, dass das Erkennen ursächlicher Zusammenhänge und auch die Veränderung von nachteiligen Verhaltensmustern rein über die Verstandesebene oft nur schwer gelingen. Da sich diese problematischen Muster (z.B. soziale Ängste) aber außer im Denken und Fühlen auch gleichsinnig im Bewegungsverhalten zeigen, ist es möglich, sie auch über das motorische Verhalten positiv zu beeinflussen.

Wie wird Psychotonik durchgeführt?

Es wird überwiegend in Gruppen gearbeitet, teilweise auch im Einzelsetting. Zum Einsatz kommen einerseits bestimmte Materialien wie Bälle aller Art, Luftballons, Seile, Decken, Stäbe, Matten und Steine. Neben dem Umgang mit Material liegt der Schwerpunkt auf Partnerübungen; Themen sind z.B. Erkennen von Rückzugsmustern, Schulung der Sensibilität und des Einfühlungsvermögens, Abgrenzung und Durchsetzung, Genussfähigkeit und Erkennen eigener Zielsetzungen.

Durch Bewusstmachung und Veränderung solcher Themen kommt es auch zur Regulierung von Anspannungsproblemen. Damit ist die Psychotonik auch ein wirksames Mittel gegen viele Schmerzsyndrome.