Qualitätsmanagementsystem

Der Geschäftsführer der Psychosomatischen Klinik Windach ist verantwortlich für das Qualitätsmanagement (QM). Zu seiner Unterstützung wurde Herr Dr. phil. Jürgen Konermann zum Qualitätsmanagement-Beauftragten (QMB) für die Klinik Windach und Herr Michael Beckenbauer zum Qualitätsmanagement-Beauftragten für die Tagesklinik Westend benannt. Beide QMBs sind die Beauftragten der obersten Leitung (BOL) und leiten das QM-Team, das in regelmäßigen Sitzungen die wesentlichen Belange des QMS lenkt.

Der Ausbau eines umfassenden QM-Systems sowohl für die Klinik Windach als auch für die Tagesklinik Westend ist wesentlicher Bestandteil des Unternehmens. Alle QM-relevanten Aspekte sind umfassend schriftlich dargelegt. Es bestehen Verfahrens-, Arbeitsanweisungen und Checklisten sowie eine Vielzahl von therapierelevanten Dokumenten, die von den Mitarbeitern erstellt, von der Klinikleitung verabschiedet und in der aktuellen Version den Mitarbeitern via Intranet zugänglich gemacht werden. Somit können alle qualitätsrelevanten Abläufe dargestellt werden.

Die Kernprozesse sind entsprechend ihrer Relevanz für die Qualität der Leistungserbringung mehr oder weniger detailliert festgelegt. Dabei werden die Wechselwirkungen und Abhängigkeiten der Prozesse berücksichtigt; insbesondere wird in Verfahrensanweisungen auf angrenzende Prozesse verwiesen.

Jährlich werden Qualitätsziele für die Klinik Windach und die Tagesklinik Westend festgelegt. Die Zielerreichung sowie die Prozesse werden Mithilfe statistischer Kennzahlen oder anderer Informationen (z.B. Psy-BaDo, Versanddauer von Arztbriefen, Befragungen, Qualitätskontrollen) überwacht, ggf. Korrektur- oder Vorbeugungsmaßnahmen durchgeführt.

Das QMS der Klinik soll gewährleisten, dass die Mitarbeiter/innen in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) einbezogen werden. Dieses geschieht durch regelmäßige Informationen über das Qualitätsmanagement-System, Leitbild und Qualitätsziele sowie bei Veränderung von für die MitarbeiterInnen relevanten Regelungen. Über ein klinkinternes intranetgestütztes Verfahren sind die MitarbeiterInnen angehalten, Verbesserungsvorschläge einzubringen und an der Erarbeitung von Lösungsvorschlägen aktiv mitzuwirken.

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Qualitätssicherung

Im Rahmen unserer externen und internen Qualitätssicherung erheben wir zahlreiche Informationen von unseren Patienten, die uns wichtige Anhaltspunkte für mögliche Anpassungen unserer Therapiekonzepte und unserer Serviceleistungen liefern. Exemplarisch seien im Folgenden einige dieser Erhebungen aufgeführt.

Symptombelastung

Ein wichtiger Indikator für die Qualität der Gesamtheit der Behandlungsmaßnahmen stellt Reduktion der Symptombelastung im Verlauf des Klinikaufenthaltes dar. Zur Erhebung der Symptombelastung benutzen wir zwei Erhebungsinstrumente. Zum einen das ICD-10-Symptom-Rating (ISR; Tritt et al 2008), zum anderen die Hamburger Module zur Erfassung allgemeiner Aspekte psychosozialer Gesundheit für die therapeutische Praxis (HEALTH; Rabung et al 2006). Die Fragen der beiden Selbsteinschätzungsbögen werden Symptomgruppen (sog. Skalen) zugeordnet und es wird ein Skalenmittelwert gebildet. Dargestellt ist der Mittelwert aller bei uns im Haus im Jahr 2017 behandelten Patienten auf den zusammenfassenden Skalen beider Instrumente jeweils zum Aufnahmezeitpunkt und zum Entlassungszeitpunkt. Die aus der Abbildung ersichtliche Reduktion der Symptombelastung ist bei beiden Erhebungsinstrumenten ähnlich ausgeprägt. Die Differenz ist beträchtlich und im Rahmen einer zeitlich begrenzten Behandlung innerhalb einer psychosomatischen Akutklinik sehr zufriedenstellend, was sich auch durch einen Vergleich mit anderen psychosomatischen Kliniken belegt wird.

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Patientenzufriedenheit

Im Sinne der Kundenorientierung ist es unerlässlich, die Sichtweise der Patienten zum Tragen kommen zu lassen und sie hinsichtlich einer Bewertung der Qualität der therapeutischen Leistungen zu befragen. Diesen Aspekt erfassen wir dadurch, in dem wir unsere Patienten zum Ende des Aufenthalts bitten, einen Fragebogen zur Patientenzufriedenheit zu bearbeiten, der mittels weniger Fragen unterschiedliche Qualitätsaspekte erfasst (ZUF 8; Schmidt & Nübling 2002). Exemplarisch sind die mittleren Prozentangaben von zwei der acht Fragen dargestellt, wobei die sehr gute Bewertung keines Kommentars bedarf.

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