Co-Therapie

Co-Therapeuten haben neben ihrer Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger eine vierjährige klinikinterne Weiterbildung in Psychosomatik und Psychotherapie.

Zu den wichtigsten Aufgaben der Co-Therapeuten gehören in unserer Klinik

  • Durchführung von Expositionsübungen (flooding)
  • Selbstsicherheitstraining
  • Therapeutische Einzel- und Krisengespräche
  • MBSR basiertes Achtsamkeitstraining
  • Assistenz in Gruppentherapien und Familiengesprächen
  • Biofeedback

Kurzbeschreibung der cotherapeutisch geleiteten Gruppen:

SST Selbstsicherheitstraining

Das Selbstsicherheitstraining ist eine Methode der Verhaltenstherapie mit dem Ziel soziale Ängste zu reduzieren und soziale Fähigkeiten (social skills) zu vermehren. In Rollenspielen (Probeverhalten) werden mit Video-Feedback konkrete Verhaltensweisen unter Berücksichtigung der Ressourcen von Klienten eingeübt. Mit Hilfe von In-vivo Übungen soll der Transfer von neu erworbenen Verhaltensweisen in den Alltag erleichtert und auf Tauglichkeit hin überprüft werden.

MBSR basiertes Achtsamkeitstraining

MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction) ist ein gut definierter und systematischer Lernansatz, in dessen Zentrum ein intensives Achtsamkeitstraining steht. Hierdurch können gewohnheitsmäßig ablaufende Reaktionen im Umgang mit Stress, Krankheiten oder Krisensituationen besser erkannt und bewältigt werden. Das Erlernen von Bewältigungsstrategien für Stresssituationen und eines gesunden und bewussten Umgangs mit Stress soll Selbstvertrauen und Selbstakzeptanz stärken und zu mehr Gelassenheit und Lebensfreude führen. Die Gruppe erfordert ein hohes Maß an Eigeninitiative der Teilnehmer.

Angstbewältigungstraining

Als besonders wirksame Methode der Verhaltenstherapie hat sich das sogenannte Konfrontationstraining erwiesen. In einem intensiven Trainingsprogramm unter Anleitung eines Co-Therapeuten geht es vor allem darum, sich den angstbezogenen Situationen oder Reizen nach und nach zu stellen, Befürchtungen zu überprüfen, sich an angstauslösende Reize zu „gewöhnen“ und somit neue Erfahrungen zu machen um eine Veränderung des Vermeidungsverhaltens zu erreichen.

Die lange Betriebszugehörigkeit und die ausgezeichneten Rückmeldungen der Patienten spiegeln die große Erfahrung und das Engagement der Co-Therapeuten wieder. Regelmäßige Supervisionen, Fort- und Weiterbildungen sind für uns selbstverständlich.

Hans Bechtold, Leitung Co-Therapie